Gesetze

Das Jugendschutzgesetz und andere Gesetze

Das neue Jugendschutzgesetz (JuSchG) trat am 01.04.2003 in Kraft. Es ersetzt das Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit (JöSchG) und das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte (GjS). Das JuSchG wurde inzwischen mehrmals novelliert, zuletzt  mit   dem "Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas" vom 3. März 2016.

Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren vor allem durch die digitalen Medien verändert. Diese Medienkultur bieten nicht nur Chancen, sondern auch ein Gefährdungspotenzial, dem sich der Gesetzgeber anpassen muss.

Nicht in allen Punkten wurden im neuen JuSchG Änderungsvorschläge aufgegriffen. Im Bereich der Medien wurde der Jugendschutz verstärkt, so sind z.B. USK- Altersfreigaben für PC-Spiele Pflicht geworden. Bezüglich der Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen wurden jedoch kaum Änderungen vorgenommen.

Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§ 1 Abs.1 SGB VIII). Deshalb will der Jugendschutz die Stärkung der Kompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern, ihnen den kritischen Umgang mit Angeboten und möglichen Gefährdungen vermitteln. Allerdings gehört hierzu auch, belastende Einflüsse aus dem Erziehungsprozess fernzuhalten, soweit dies erforderlich ist.
Das Jugendschutzgesetz regelt den öffentlichen Raum, z.B. Aktivitäten, die Kinder und Jugendliche vornehmlich in ihrer Freizeit betreiben und die potentielle Gefährdungen mit sich bringen. Es ermöglicht bußgeldbewehrte Sanktionen gegenüber Gewerbetreibenden und Veranstaltern, die ihre wirtschaftlichen Interessen über den Schutz von Kindern und Jugendlichen stellen. Für Eltern, Lehrer, Erzieher und andere pädagogisch Verantwortliche setzt es einen normativen Rahmen zur Orientierung und Unterstützung ihres pädagogischen Handelns.


Jugendschutzgesetz
Link zum Gesetzestext 

Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle NRW e.V. versteht sich als Servicestelle für Eltern und pädagogische, soziale und psychologische Fachkräfte, für die Polizei oder das Jugendamt, für Schulen, Kindergärten und Beratungsstellen, kurz für Multiplikatoren.
www.ajs.nrw.de

Ziel der Aktion Jugendschutz ist es, den erzieherischen, gesetzlichen und strukturellen Kinder- und Jugendschutz im Land Baden-Württemberg zu fördern. Schwerpunktmäßig engagiert sich die Aktion Jugendschutz in den Fachgebieten Suchtprävention, Jugendmedienschutz und Medienpädagogik, Sexualerziehung, Gewaltprävention, Gesetzliche Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, Rechte von Kindern und Jugendlichen. Dabei orientiert sich die ajs am Leitgedanken des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu erhalten oder zu schaffen.
www.ajs-bw.de/


Jugendmedienschutz
Link zu Gesetzlicher Jugendmedienschutz/Medienerziehung
http://www.jugendmedienstaatsvertrag.de/


Kinder- und Jugendarbeitsschutz
Informationsbroschüre"Klare Sache"

https://www.elternimnetz.de/kinder/pubertaet/geschaeftsfaehigkeit.php


Beiträge zur UN Kinderrechtskonvention
Download Broschüre


KJM - Kommission für Jugendmedienschutz

Sie ist die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten bundesweiten Fernsehen sowie im Internet. Ihre Aufgabe ist es, für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu sorgen und im Rahmen der regulierten Selbstregulierung die Selbstverantwortung der Anbieter zu fördern

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